Kiez in digital!

Datum
26. Dezember 2017
Autor*in
Eva Schneider
Thema
#WhatsUpKiez 2017
robert_aghte_ccby

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Robert Aghte, Friedrichshain, CC-BY 2.0

What’s up Kiez? Täglich bewegen wir uns in den selben Straßen, gehen sie morgens hoch, abends nach­mit­tags runter, sie kommt uns vertraut vor. Selbst und vor allem Menschen aus Groß­städten suchen oft den kleinen Radius, das Bekannte. Warum ist das eigent­lich so? Die zweite Runde des Projekts What’s up Kiez“ knüpfte an die Ausein­an­der­set­zung mit dem urbanen Umfeld an, die die Teil­neh­menden im Herbst in Form der poli­ti­ko­range-Zeitung Kiez­kram“ beschrieben haben. In unter­schied­li­chen Formaten – Inter­views, Repor­tagen, Umfragen – beschäf­tigte sich jeder und jede indi­vi­duell mit dem Raum, der ihn und sie umgibt.

Diesmal lag der Fokus auf dem digi­talen Medium. Die Teil­neh­menden bloggten aus unter­schied­li­chen Kiezen und Schulen über selbst gewählte Themen. Eine Heraus­for­de­rung war dabei, in Redak­ti­ons­sit­zungen zusammen zu kommen, da der Alltag vieler Jugend­li­cher einer 40-Stunden-Woche gleicht. Ein wich­tiger Aspekt, der in Form eines Arti­kels aufge­griffen wurde.

Die digi­tale Vari­ante von What’s up Kiez“ greift die Proble­matik auf, dass schu­li­sche Medi­en­kom­pe­tenz­för­de­rung laut der Studie ICILS bisweilen noch immer eine zu kleine Rolle spielt und will diese außer­schu­lisch ergänzen. Diese zeigte unter anderem, dass nur ein kleiner Teil der Jugend­li­chen die selbst­stän­dige und sichere Bewer­tung digital vorlie­gender Infor­ma­tionen vornehmen konnte (Inter­na­tional Computer and Infor­ma­tion Literacy Study 2013). Die Wich­tig­keit des Prüfens von Quellen gerade im Internet war genauso Thema im Projekt wie auch der Umgang mit Urhe­ber­rechten und schließ­lich das digi­tale Recher­chieren.

Der Bedarf und das Inter­esse an mehr Projekten in der digi­talen Bildung von Seiten der Jugend­li­chen ist groß und sollte nicht nur außer­schu­lisch, sondern auch im Unter­richt mitge­dacht werden. Bei What’s up Kiez“ bloggten neun junge Medi­en­ma­chende gemeinsam mit den beglei­tenden Redakteur*innen Corinna von Bodisco, Eva Schneider und dem Redak­teur Sebas­tian Scheffel.

Foto: CC-BY, Robert Aghte


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