Ener­gie­wende erklärt

Datum
07. Juni 2016
Autor*in
Dilara Acik
Thema
#BDEW Kongress16
Copyright: flickr.com

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Energie ist ein Teil unseres tägli­chen Lebens: Sie hilft uns beim Heizen und Kühlen, bringt unsere Autos zum Fahren und sorgt dafür, dass wir Licht in die Dunkel­heit bringen. Doch was bedeutet das genau? Fünf Defi­ni­tionen, die man kennen sollte.

Was ist Energie?

Physi­ka­lisch betrachtet, ist Energie die Fähig­keit, Arbeit zu verrichten. Energie wird mit der Einheit Joule bemessen und kommt etwa in Form von Strom oder Wärme vor. Diese Ener­gie­formen können inein­ander umge­wan­delt werden, die Summe der Ener­gie­mengen bleibt aller­dings vor und nach der Ener­gie­um­wand­lung unver­än­dert.

Was ist der Unter­schied zwischen Primär und Sekun­där­energie?

In der Ener­gie­wirt­schaft unter­scheidet man zwischen Primär­energie und Sekun­där­energie. Energie, die von natür­li­chen, noch nicht verar­bei­teten Ener­gie­quellen stammt, wird als Primär­energie bezeichnet. Dazu gehören Ener­gie­quellen wie Kohle und Erdgas, aber auch Sonne oder Wind. Sekun­där­energie wird durch Ener­gie­um­wand­lung von Primär­energie oder Raffi­na­tion, der Vered­lung oder Konzen­tra­tion von Rohstoffen, erzeugt, um die Energie leichter trans­por­tieren oder nutzen zu können. Beispiele hierfür sind Mine­ral­öl­er­zeug­nisse wie etwa Benzin, Fern­wärme und in Wärme­kraft­werken erzeugter elek­tri­scher Strom.

Was ist der Unter­schied zwischen konven­tio­neller und erneu­er­barer Energie?

Konven­tio­nelle Ener­gie­träger sind fossile Ener­gie­quellen, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Zu erneu­er­baren Ener­gie­quellen zählen Solar­energie, Wind­energie, Bioen­ergie, Wasser­kraft und Erdwärme.

Bis wann soll die Ener­gie­wende gelingen?

Der von der Bundes­re­gie­rung verord­nete Master­plan 2050 zur Ener­gie­wende sieht vor, bis zum Jahr 2050 fossile Ener­gie­träger nahezu komplett zu elimi­nieren und auf rege­ne­ra­tive Energie umzu­steigen. Bis zum Jahre 2025 soll der Anteil der erneu­er­barer Energie bei der Strom­ver­sor­gung in Deutsch­land auf 40 – 45 steigen und 2050 90 – 100 Prozent errei­chen. Zurzeit liegt der Anteil der erneu­er­baren Ener­gien bei der Strom­ver­sor­gung in Deutsch­land bei 33 Prozent. Laut dem Bundes­ver­band der Energie-und Wasser­wirt­schaft (BDEW) sei die für 2025 gesetzte Ziel­marke von 40 Prozent möglich.

Welche Ziele haben sich die Länder gesetzt?

Die Klima­ziele von Paris sehen bis zum Jahre 2050 eine Begren­zung der Erder­wär­mung von maximal 1,5 bis zwei Grad vor. Um diese Vorgaben zu errei­chen, müssten die CO2-Emis­sionen welt­weit zwischen 2045 und 2060 komplett auf Null herun­ter­fahren. Erreichbar ist dieses Ziel, selbst mit einer sehr konse­quenten und sofort begon­nenen Klima­schutz­po­litik, nur schwer.


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