Kommentar

Junge Stimmen zählen auch über den Wahl­sonntag hinaus

Datum
09. März 2026
Autor*in
Amelia Anna Bartmann
Themen
#LTWBW26 #Kommentar #Politik
Bartmann Beitragsbild

Jugendpresse Deutschland e.V. / Liz Hoeser

Junge Wähle­rinnen und Wähler beschäf­tigen sich intensiv mit Klima­schutz, Bildung, Mobi­lität und Wohn­raum. Trotzdem haben viele das Gefühl, dass ihre Anliegen in der Politik kaum Gehör finden. 

Junge Menschen dürfen in der Politik nicht über­sehen werden. Die Gespräche mit Erst- und Jungwähler*innen zeigen deut­lich: Ihre Themen sind klar und rele­vant und sie denken aktiv über ihre poli­ti­sche Zukunft nach. Doch bei vielen bleibt das Gefühl, dass ihre Stimmen nur teil­weise ernst genommen werden. 

Es reicht nicht, junge Menschen nur während des Wahl­kampfs anzu­spre­chen. Ihre Perspek­tive muss auch danach sichtbar bleiben. Wer die Probleme des Wohnungs­marktes, stei­gende Mieten oder die Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit bei Renten und Sozi­al­leis­tungen betrachtet, erkennt: Poli­ti­sche Entschei­dungen wirken direkt auf ihr Leben. Wer junge Stimmen igno­riert, verliert nicht nur die Chance, rele­vante Themen zu gestalten, sondern auch an Glaub­wür­dig­keit. 

Man könnte einwenden, dass junge Wähler*innen oft noch wenig Erfah­rung haben oder ihre Stimmen nur einen kleinen Teil der Wahl ausma­chen. Doch genau das zeigt, wie wichtig es ist, sie einzu­be­ziehen. Poli­ti­sche Betei­li­gung muss früh beginnen, damit junge Menschen verstehen: Ihre Meinung zählt und sie aktiv einbringen können. 

Parteien dürfen junge Stimmen nicht nur zählen, sie müssen sie ernst nehmen. Junge Menschen müssen konti­nu­ier­lich einbe­zogen, ihre Themen sichtbar gemacht und in poli­ti­sche Prozesse einge­bunden werden. Nur so wird Politik gene­ra­tio­nen­ge­recht, glaub­würdig und zukunfts­fähig. 


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