Über Smart­phones, Cave­book und die Medi­en­welt

Datum
06. November 2015
Autor*in
Sabrina Winter
Thema
#JMT15
EröffnungFlorian_Timpe (11 of 24)

EröffnungFlorian_Timpe (11 of 24)

Von wegen lang­wei­lige Reden. Der Auftakt der Jugend­me­di­en­tage 2015 bot viele Geschichten und Tipps aus der Praxis.

Guten Abend Lügen­presse“, begrüßt Chris­toph Jumpelt, Pres­se­spre­cher der Deut­schen Welle, die 350 jungen Leute im Brücken­forum in Bonn. Durch die Menge raunt Gelächter. Aber ein biss­chen ernst meint Jumpelt es schon. Jeder fünfte Deut­sche traue der Presse nicht, habe neulich eine Studie ergeben, erklärt er und trifft damit den Nerv der Veran­stal­tung. Macht­Worte – Freiheit/​Vielfalt/​Verantwortung“ unter diesem Motto laufen die Jugend­me­di­en­tage 2015. Jumpelt erzählt weiter: Darüber wie Stein­zeit­men­schen Geschichten gesponnen und an Wände gemalt haben – Cave­book“ wie er das nennt – und Glaub­wür­dig­keit. Die wenigen Minuten, die er spricht, füllt er mit Wort­witz und klugen Gedanken. Zum Schluss hat er auch einen Rat: Macht beharr­lich guten Jour­na­lismus!“ Während Chris­toph Jumpelt auf der Bühne redet, werden die Teilnehmer*innen nur von Teelich­tern beleuchtet. An langen Tischen sitzen sie in dem fest­li­chen Saal im Brücken­forum. Früher am Abend gab es Nudeln zu essen und es war Zeit zum Quat­schen. Einige haben sich schon kennen­ge­lernt, andere noch ein biss­chen unsi­cher geschaut. Kein Wunder bei so vielen Gesich­tern. Niemand weiß, wie die nächsten Tage in Bonn werden. Aber alle sind gespannt.

Probiert alles aus

Chris­toph Jumpelt ist an diesem Abend nicht der einzige, der was zu sagen hat. Gabriele Kling­müller, Bürger­meis­terin von Bonn, leistet sich gleich zur Einstim­mung einen sympa­thi­schen Verspre­cher: Will­kommen zu den Jugend­me­di­en­tagen 2050!“ Schnell rettet sie sich: Ähh.. 2015 meine ich natür­lich. Viel­leicht sind Sie ja 2050 auch noch aktiv.“ Außer ihr spre­chen Marie Pflüger und Yasmin Laerum von der Jugend­presse und Simon Grothe, der beim Tages­spiegel den Blog Der Schrei­ber­ling“ betreut. Der 20-Jährige hat einen starken, etwas altmo­di­schen Ratschlag: Steckt die Smart­phones weg und schaut den Leuten wieder ins Gesicht! Probiert alles aus und macht, was geht!“


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