Zoom out und Q&As

Das war die Youth Media Conven­tion 2026

Datum
15. Oktober 2026
Autor*in
Alma Jung
Themen
#Ausland #YMC26
Die Teilnehmenden beim Auftaktpanel.

Die Teilnehmenden beim Auftaktpanel.

Jugendpresse Deutschland e.V. / Lennart Jördens 

Wie wird man Auslandskorrespondent*in? Diese und viele andere Fragen haben Dutzende erfah­rene Journalist*innen den Teilnehmer*innen der Youth Media Conven­tion am Wochen­ende beant­wortet. Die Zeit vom 9. Bis 11. Oktober war voll­ge­packt mit Input und Vernet­zung zwischen den mehr als 120 jungen Medienmacher*innen, die für die dies­jäh­rige Youth Media Conven­tion aus ganz Deutsch­land nach Berlin gekommen waren.

Freitag 

Der Freitag star­tete nach dem Check-in im Hostel direkt mit den sechs Medi­en­touren in großen Medi­en­häu­sern. Das ARD-Haupt­stadt­studio, Table.Media, ALEX Berlin, Tages­spiegel, die Deut­sche Presse-Agentur und die Deut­sche Welle öffneten ihre Türen für die Nachwuchsjournalist*innen. Redakteur*innen leiteten die Führungen und stellten die Berufs­wege und ihren jewei­ligen Arbeit­geber in einem Gespräch auf Augen­höhe vor. Fragen wurden direkt beant­wortet, Tipps und Auskunft zu Bewer­bungen für Volon­ta­riate und Prak­tika in aller Offen­heit bespro­chen. Nach dem gemein­samen Abend­essen ging es mit dem Programm weiter: Das Auftakt­panel ​“Zoom Out” stimmte auf die nächsten Tage ein.

Die Nach­wuchs­mo­de­ra­torin Lena Jüngel mode­rierte den Panel Talk mit dem Chef­re­dak­teur der Deut­schen Welle Mathias Stamm, der Jour­na­listin Olivia Samnick, der freien Korre­spon­dentin Elisa Kautzky und der Wissen­schaft­lerin Tong-Jin Smith von der Freien Univer­sität Berlin. Die Expert*innen disku­tierten gemeinsam über die Auswir­kungen von Spar­maß­nahmen in Redak­tionen, die Digi­ta­li­sie­rung der jour­na­lis­ti­schen Arbeit und die Heraus­for­de­rungen der Bericht­erstat­tung aus Krisen- und Kriegs­ge­bieten. ​“Was muss Auslands­jour­na­lismus leisten?” war eine Frage von Lena, die wie so viele der Themen auch noch nach dem Bühnen­pro­gramm weiter unter den Teilnehmer*innen bespro­chen wurde.

Samstag 

Der Samstag begann nach dem gemein­samen Früh­stück mit einer ersten Phase Inten­siv­work­shops. Vom Aufde­cken von Desin­for­ma­tionen über diskri­mi­nie­rungs­sen­sible Bericht­erstat­tung bis hin zu Inter­view­füh­rung war alles dabei. Die Teilnehmer*innen lernten, wie sie ohne Quelle zu einer exklu­siven Geschichte kommen, wie Infor­ma­ti­ons­rechte funk­tio­nieren und wie man eine erfolg­reiche Anfrage schreibt. Außerdem arbei­teten sie Krite­rien für Kommentar-Argu­men­ta­tionen heraus und bekamen Tipps zur Arbeit als selbst­stän­dige Journalist*innen.

Nach dem Mittag­essen gingen die Work­shops weiter, am Nach­mittag star­tete das gegen­sei­tige Kennen­lernen: Alle Teil­neh­menden wurden einander zuge­lost und durften die gelernten Inter­view­skills anwenden. Nachdem sie jeweils 20 Minuten Zeit hatten, um ihre Partner*innen zu deren zukünf­tigen Ich auszu­fragen, wurden die Ergeb­nisse als Head­lines an der Gallery Wall gesam­melt. 

Auf der Ver.Netzt-Messe stellten sich viele Medi­en­häuser und Jour­na­lis­ten­ver­bände, Vereine und Orga­ni­sa­tionen an Info­ständen vor und kamen mit den Teilnehmer*innen ins Gespräch. Ausge­stattet mit Text­mar­kern, Blöcken und USB-Sticks konnte es dann weiter­gehen. Das gemein­same Abend­essen war durch die neuen Bekannt­schaften, den Food­truck mit Burgern aller Couleur und den Süßkar­tof­fel­pommes ein abso­lutes High­light und ein passender Ausklang des langen Tages­pro­gramms.

Sonntag

Am letzten Tag der Youth Media Conven­tion gab es eine große Auswahl an Q&As auf Deutsch und Englisch sowie neuen Work­shops. How to Auslands­re­por­tagen? Und wie dreht man gute Videos auf Social Media? Expert*innen stellten ihre Stra­te­gien vor und gaben ihr Wissen an die Teilnehmer*innen weiter. Referent*innen spra­chen zu Cyber­si­cher­heit, dem Schlüssel zur empa­thi­schen Auslands­be­richt­erstat­tung und den Gefahren als Auslandskorrespondent*in. Die letzten Frage­stunden fanden zu den Fragen der jour­na­lis­ti­schen Ethik und Resi­lienz statt, den Abschluss bildete das Q&A mit dem Namen ​“Dein Weg in den Jour­na­lismus”.

Bevor alle Teil­neh­menden mit vollen Köpfen, neuen Bekannt­schaften und Merch wieder in ihre Züge Rich­tung Heimat stiegen, aßen sie ein letztes Mal zusammen beim Zukunfts­lunch. Und wer weiß, viel­leicht sehen wir den einen oder die andere in ein paar Jahren wieder als Korrespondent*in in Washington, Brüssel oder Riga – ihre Vorgänger*innen und Kolleg*innen kennen sie ja jetzt.

Du kannst mitmachen!

Bei politikorange arbeitest du ganz im Zeichen der Pressefreiheit. Unter Anleitung erfahrener Jungjournalist*innen erstellst du Blogbeiträge oder ein Magazin im Redaktionsteam. Du recherchierst, führst Interviews und Hintergrundgespräche, machst dir dein eigenes Bild, findest die richtigen Worte und erhältst Support aus dem politikorange-Team bei jedem Schritt. Außerdem kannst du dich auch im Fotojournalismus, mit bewegten Bildern oder anderen crossmedialen Inhalten ausprobieren.

32869514097 5729e8895e o 1 2